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Handlanger der Abzockmafia

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Handlanger der Abzockmafia

Beitrag  WS am Di Dez 20, 2011 5:43 pm

Sie hat keinen Computer, sie hat kein W-Lan - trotzdem muss eine Rentnerin mit kombiniertem Telefon- und Internetanschluss für eine Raubkopie zahlen. Das Amtsgericht München hat entschieden, dass die Frau die Kosten einer Abmahnung zu tragen habe, weil sie einen Hooligan-Film über ein Tauschnetzwerk angeboten haben soll. Macht 651,80 Euro.

Aufgespürt wurde die angebliche Raubkopiererin mit Hilfe eines Programms namens File-Watch. Mit dem durchforsten private Ermittler im Auftrag von Rechteinhabern Datei-Tauschnetzwerke. Finden sie ein Werk zum Download, wird das protokolliert, der Zeitpunkt und die IP-Adresse der beteiligten Rechner festgehalten. Die Provider können anhand dieser IP-Adresse, wenn alles richtig funktioniert, einen Nutzer ermitteln. Wie lange diese Daten noch zugeordnet werden können, unterscheidet sich von Provider zu Provider.

In diesem Fall gab es offenbar einen Treffer: Die Software der ermittelnden Firma schlug an, die IP-Adresse führte zu der Adresse der Rentnerin. Zum fraglichen Zeitpunkt, an einem Morgen im Januar 2010 um kurz nach 9 Uhr, hat die Beklagte aber nach eigenen Angaben geschlafen. Einen Computer besaß sie damals nach eigenen Angaben seit einem halben Jahr nicht mehr - und auch keinen Router, der ein W-Lan oder einen Internet-Anschluss für jemand anderen hätte bereitstellen können. Die pflegebedürftige Frau hat noch nicht einmal eine E-Mail-Adresse.

"Ob die Dame einen Router besitzt, war für das Gericht nicht entscheidend"

*********
Diese in Mark und Gliedern verkommene Justiz ist zum Kotzen.

WS

WS
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Re: Handlanger der Abzockmafia

Beitrag  WS am Mi Dez 21, 2011 5:20 am

Reaktionen im Spiegel:

Gestern 15:22 von
hikage
Grossartig

Immer wieder schön, wie hierzulande von Blinden über das Aussehen von Farben geurteilt wird.
Fragen, die ich dem Gericht hier als (glücklicherweise nicht) Betroffener unbedingt stellen würde:
- wie wird die IP Adresse ermittelt und gespeichert, ist dieser Prozess absolut fehlerfrei und manipulationssicher?
- wie werden die Daten gespeichert? Ist mit absoluter Sicherheit gewährleistet, dass eine Manipulation nicht stattfinden kann?

Wenn hier einmal von Gerichten kritisch hinterfragt würde, wären fast alle dieser Prozesse zum Scheitern verurteilt, da KEIN Provider dieser Welt bereit wäre, hier absolute Manipulationssicherheit zu garantieren (und dies auch einzuhalten, garantiert wird heute ja viel Wink).
Quelle: forum.spiegel.de/f22/internet-urteil-rentnerin*ohne-computer-muss-wegen-raubkopie-zahlen-50452.html
********

Auch die Provider sind zu zu willfähigen Adlaten verkommen. Mit unserem Geld, versteht sich. Verletzung der Privatsphäre auf richterlichen Beschluss. Eine IP ist offenbar ein unumstößliches Indiz- und das bei tagtäglich durch die Medien bekannt werdenden neuen Manipulationsmöglichkeiten im It-Bereich. Blauäugige Altachtundsechziger mit Rotweindemenz.

WS

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